Nachdenkzeichen weisen den Weg zur Kiezgeschichte

von Dominique Hensel

Wer hat sie schon entdeckt, die Nachdenkzeichen? Am Sonntag (27.10.) hat das Geschichtsprojekt „Anno erzählt“ das Lebendige Archiv eröffnet. Es ist zugleich die vorletzte Aktion des Projekts, das im Dezember vorerst endet.

nachdenkzeichen2Die Folie mit dem Nachdenkzeichen wird am Beratungspavillon angeklebt. Foto: SchnellDie Geschichtswerkstatt hat am Sonntag im Olof-Palme-Zentrum seine Nachdenkzeichen vorgestellt. Das sind große Folien, die ab sofort drei zentrale Fenster im Kiez zieren. Auf ihnen sind Fotos aus dem Kiez sowie jeweils eine Frage zur Geschichte abgebildet. Zudem gibt es einen QR-Code, der mit dem Smartphone gescannt werden kann. Er führt zu einer Internetseite mit Informationen zur Historie des Ortes. Die Folien hängen an einem Fenster im Olof-Palme-Zentrum, am Freizeiteck in der Graunstraße 28 sowie am Beratungspavillon der degewo in der Brunnenstraße/Ecke Demminer Straße. Sie sollen dauerhaft dort zu sehen sein.

Mit der Vorstellung der so genannten Nachdenkzeichen hat die Geschichtswerkstatt ihre vorletzte Aktion durchgeführt. Ende November laden Andrei Schnell und Sulamith Sallmann noch zu einem Geschichtscafé ein. Das richtet sich jedoch ausschließlich an Kinder, die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Mit diesem letzten Geschichtscafé endet „Anno erzählt“. Zwei Jahre lang wurde das Projekt des Brunnenviertel e.V. mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Vor allem die Geschichtscafés waren im Kiez beliebt und immer sehr gut besucht. Gleichzeitig hat das Projekt ein Archiv zur Kiezgeschichte aufgebaut, ein historisches Kartenspiel und eine Broschüre mit alten Karten über das Brunnenviertel herausgeben.

Der Quartiersrat hat auf seiner jüngsten Sitzung für die Weiterführung des Projekts „Anno erzählt“ gestimmt und dem Projekt beim Projekte-Ranking eine hohe Priorität gegeben. Damit wurde der erste Schritt für eine weitere Beschäftigung mit der Kiezgeschichte getan.

Mehr über die Arbeit der Geschichtswerkstatt gibt es online unter www.annoerzaehlt.com, zu den Nachdenkzeichen geht es hierentlang: www.annoerzaehlt.com/nachdenkzeichen

nachdenkzeichen1Tadaaa! Andrei Schnell zeigt das Nachdenkzeichen am Freizeiteck. Foto: Anno erzählt

nachdenkzeichen3Die Fassade des Olof-Palme-Zentrums. Im rechten Fenster ist das Nachdenkzeichen zu sehen. Foto: Schnell